SSF Athleten gehen in Hafenbecken unter

1. Triathlon Bundesliga macht in Münster Halt

von Carsten Herboth (Triathlon)

Nick Emde, Felix Reifenberg und Simon Nolte (v.l.n.r.) auf den letzten Metern. (Foto: Stefan Reifenberg)
Nick Emde, Felix Reifenberg und Simon Nolte (v.l.n.r.) auf den letzten Metern. (Foto: Stefan Reifenberg)

Nach sechswöchiger Bundesliga-Abstinenz stand am Sonntag das zweite Rennen der Bundesligasaison im und um den Münsteraner Stadthafen auf dem Programm. Gut vorbereitet und gewillt an die hervorragenden Ergebnisse des ersten Rennens im Kraichgau (Damen 6. Platz, Herren 12. Platz) nahtlos anzuknüpfen, stellten sich die Athletinnen und Athleten des TEAM Artegic der hochklassigen Konkurrenz vor beeindruckender Kulisse und einem des Anlass würdigen Publikums.

Den Anfang machten die Damen in der Besetzung Johanna Wachendorff, Lena Kämmerer, Anika Weisskirchen und Judith Richter. Somit stand keine Athletin des Kraichgau-Wettkampfes im Bonner Einteiler an der Startlinie, insbesondere fehlte Leistungsträgerin Eva Skaza aus Slowenien, die sich an diesem Wochenende im World Cup mit der internationalen Konkurrenz messen durfte.
Die Schwimmstrecke hatte schon im Vorhinein für heftige Diskussionen gesorgt, war die erste Wendeboje doch recht früh gesetzt und die Breite der Strecke nicht der Größe des Feldes angemessen. Leider bestätigten sich die Erwartungen und unsere Damen erwischten keinen guten Start in der Auftaktdisziplin, sodass sich Anika und Judith nach dem Wechsel in der vierten Radgruppe wiederfanden.
Lena und Johanna kämpften lange Zeit kräftezehrend zu zweit um den Anschluss zu eben dieser Gruppe, was Ihnen gegen Ende der fünf Radrunden gelang. Die bereits investierten Kräfte fehlten auf der Laufstrecke, um die Nähe zur ersten Hälfte des Feldes zu schaffen.
Lena erreichte als 39. das Ziel, Anika als 43., Johanna als 45. und Judith als 48.. In der Addition ergab dies den 13. Gesamtrang der 14 Teams.

Bei den Herren setzte Cheftrainer Christoph Grosskopf auf die Erfolgstruppe aus dem Kraichgau-Rennen um Luis Hesemann, Casper Halberstadt, Nick Emde und Felix Reifenberg. Einzig Mattia Weßling wurde angesichts der Nachwuchs-DM am kommenden Wochenende im saarländischen Merzig durch Simon Nolte ersetzt.
Im 80-Mann-starken Starterfeld stellte die Schwimmstrecke hier ein noch größeres Problem dar als im Damenrennen. Unsere Athleten erwischten keinen guten Start und konnten anschließend keinen Boden auf das einteilende Hauptfeld gut machen,  die unzähligen Füße und Fäuste vor unseren Jungs blockierten wie eine undurchdringliche Wand den Weg nach vorne.
Am besten kam hiermit noch Casper zurecht, der sich in einer Gruppe hinter dem großen Hauptfeld wiederfand. Unsere weiteren Jungs folgten 30 Sekunden hinter der Gruppe um Caspar und kämpften geschlossen, den Rückstand nach vorne zu begrenzen. Auch der hier notwendige Kraftaufwand rächte sich später beim Laufen.
Luis konnte routiniert noch eine solide Laufleistung abrufen, sodass er Casper knapp vor dem Ziel abfing, die beiden liefen als 58. und 59. über den Zielstrich. Simon folgte als 62., Nick als 64. und Felix auf Rang 67.
Auch unsere Herren mussten nach kurzer Berechnungszeit feststellen, dass es heute ebenfalls nur zum vorletzten Rang der 16 Teams gereicht hatte.

In den kommenden beiden Wochen wird das Team nun die Schwachstellen gezielt analysieren und kontrolliert die passende Mischung aus Feinschliff und Erholung finden, um am 06.08. in Tübingen wieder anzugreifen. Dass das Potential und die Konkurrenzfähigkeit in dieser Liga gegeben ist, haben sowohl Jungs als auch Mädels im ersten Rennen bewiesen, eben diese Verhältnisse wollen wir in zwei Wochen wieder herstellen. LEWIN REXIN

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