Gute Plazierungen bei beiden Erstbundesliga-Teams

SSF Bonn TEAM artegic zurück auf der Erfolgsspur

von Christophe Macht (Triathlon)

Die Damen sind mit dem sechsten Platz vorne dabei (Bilder: DTU/ JoKleindl Sports Photography & More)

Text: LR - Bilder: DTU/ JoKleindl Sports Photography & More

Bevor am Mittag die Rennen der ersten Bundesliga stattfinden sollten, mussten die Damen der zweiten Bundesliga Nord zu unchristlicher Zeit (09:00 Uhr), an den Start gehen. Nachdem das Team derzeit Tabellenführer dieser Liga ist, sollten heute Eva Daniels (Luxemburg), in Grimma erstmals im Bonner Einteiler unterwegs, Lena Kämmerer und Johanna Wachendorff die Spitzenposition verteidigen. In der kühlen Mulde gelang hierbei Eva der beste Start, sie konnte an der Spitze des Feldes mithalten. Lena und Johanna zeigten sich im Mittelfeld mit guter Leistung. Leider hatte Johanna beim ersten Wechsel Probleme mit dem Neoprenanzug, sodass sie die Radgruppe verpasste. Gepaart mit einem kurzen Verfahren auf der Radstrecke war schnell klar, dass es heute nicht zu einem Spitzenresultat reichen sollte.

Eva konnte auf der Radstrecke mithalten und lief anschließend stark auf dem 9. Platz ins Ziel. Lena konnte mit einer soliden Laufleistung den 14. Platz belegen. Johanna kam als 24. ins Ziel.
Insgesamt reichte es somit zum 4. Rang. Vor dem Finale am 02. September in Hannover ist das Team somit weiterhin Tabellenführer und hat beste Chancen, die Liga für sich zu entscheiden.

Beim vierten von fünf Rennen in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga in Grimma wollten die Damen und Herren des SSF Bonn TEAM artegic ihre Konkurrenzfähigkeit beweisen. Nach den eher enttäuschenden Rennen in Münster und Tübingen konnten beide Teams in Bestbesetzung in der sächsischen Kleinstadt an den Start gehen.

Im Damenrennen vertraute Chefcoach Christoph Großkopf dem Quartett Eva Skaza (Slowenien), Annika Peiler, Jara Brandenberg und Hannah Stegmaier, das beim Rennen im Kraichgau den sechsten Platz erkämpfen konnten.
Aufgrund der niedrigen Temperatur der Mulde wurde mit Neoprenanzug geschwommen, sodass das Feld recht dicht zusammenblieb. Infolgedessen wurde es im schmalen Fluss eng, Körperkontakt ließ sich nicht vermeiden. Eva konnte sich hierbei am besten durchsetzen und stieg als ca. 15te Dame aus dem Wasser. Jara zeigte ein gutes Schwimmen und folgte nur wenige Sekunden später. Auch Hannah konnte sich behaupten und verließ im Mittelfeld die Mulde. Annika benötigte erwartungsgemäß einige Sekunden länger, um dann ihre berüchtigte Aufholjagd zu starten.

Auf der schwierigen und kräftezehrenden Radstrecke verpasste Eva knapp die erste kleine Gruppe, konnte sich aber mühelos in der zweiten Gruppe halten. Jara konnte die Lücke zu eben dieser Gruppe nach dem Schwimmen nicht schließen und ließ sich in die dritte Gruppe zurückfallen, um Kräfte für den Lauf zu sparen. Annika konnte mit ihren Begleiterinnen das Tempo hochhalten und verlor keine Zeit auf die Athletinnen vor ihr, sodass sie zusammen mit Hannah vom Rad stieg.
Bei einsetzendem Regen zeigte Eva trotz Radsturz vor zwei Wochen und noch nicht verheilten Wunden eine gute Leistung, sie lief auf einem starken 12ten Platz ins Ziel.
Jara musste dem anstrengenden Radkurs auf der Laufstrecke Tribut zollen, konnte aber noch den 40ten Platz ins Ziel retten. Annika konnte wie üblich eine Spitzenleistung beim Laufen zeigen und holte für das Team einen wichtigen 26ten Platz im hart umkämpften Mittelfeld. Hannah sicherte das Teamergebnis als 45te ab.

Mit diesen starken Ergebnissen gelang es den Damen, den sechsten Platz aus Kraichgau zu wiederholen. In der Tabelle liegt unser Team weiterhin auf dem 12ten Rang. Das letzte Rennen in drei Wochen auf Rügen verspricht spannend zu werden: Nach vorne ist der Sprung auf den 8ten Rang nur 3 Punkte entfernt und somit durchaus möglich, der Abstiegsplatz ist 5 Punkte entfernt.

Auch unsere Herren konnten mit einer starken Besetzung an den Start gehen: Tübingen-Überflieger Nathan Grayel (Frankreich) reiste diesmal bereits früher nach Bonn und wurde in die Gepflogenheiten des Rheinlandes eingeführt. Im Idealfall sollte er an seinen 5. Platz aus Tübingen auch in Grimma anknüpfen. Neben Mattia Wessling war auch Caspar Halberstadt wieder zurück im Team, beide hatten ihre Verletzungen auskuriert. Das Team komplementierten Luis Hesemann und Lewin Rexin.

Mit dem üblichen Nachteil, als eines der letzten Teams ins Wasser gehen zu dürfen und somit in zweiter Reihe starten zu müssen, gingen unsere Männer ins Rennen. Im 80-Mann-starken Feld wurde das Schwimmen zur Härteprüfung, es ging brutal zu. Nicht besser wurde dies an der Wendeboje, wo sich das große Feld staute. Unsere Jungs prügelten sich passabel durch die Mulde und konnten zwar am Ende des Feldes, aber in sicherer Reichweite der großen Radgruppen, aus dem Wasser steigen. Alle fünf Herren kamen innerhalb von 15 Sekunden zu ihren Rädern.

Auf der Radstrecke mit je drei fiesen Anstiegen pro Runde konnte Nathan in die große zweite Gruppe fahren, vor der die erste Gruppe den spätere Deutsche Meister Justus Nieschlag jagte, der in überragender Art und Weise alleine seinem Sieg entgegenfuhr. Die übrigen vier Bonner fanden sich in der dritten Gruppe wieder. Lewin verlor jedoch in der ersten Runde beim dritten Anstieg den Kontakt zur großen Gruppe und konnte das Loch nicht mehr schließen.
In der zweiten Runde konnte Nathan einer Tempoverschärfung an der Spitze seiner Gruppe folgen und setzte sich nochmals in einer 5er-Gruppe von den Begleitern ab.
In der letzten Radrunde begann es erneut zu regnen und die kurvenreiche Strecke wurde gefährlich. In der vorvorletzten Kurve fiel erst Casper, in der vorletzten Kurve dann Mattia den Bedingungen zum Opfer, beide rutschten auf der schmierigen Straße weg, konnten aber sofort wieder auf das Rad springen und die verbleibenden wenigen Hundertmeter bis zur Wechselzone zurücklegen, ohne allzu viel Zeit zu verlieren.

Währenddessen gab Nathan auf der Laufstrecke alles, nachdem er zuvor wertvolle Sekunden bei der Suche nach seinem Wechselplatz liegen ließ. Unbeeindruckt dessen rannte er, abgesehen vom Buschhüttener Johnny Zipf, schneller als alle anderen und überholte noch viele Athleten aus der ersten Gruppe, sodass er wie schon in Tübingen als Fünfter über den Zielstrich rannte. Eine unglaubliche Performance, zweitbeste Radzeit, zweitbeste Laufzeit – ein starkes Rennen von unserem neuen Lieblingsfranzosen!
Luis konnte nach zuletzt suboptimalen Rennen heute eine sehr vernünftige Leistung zeigen und bewies im hochklassigen Feld als 40ter seine Konkurrenzfähigkeit. Mattia und Casper folgten trotz Sturzes wenig später auf Platz 54 und 55. Lewin sicherte das Teamergebnis als 67ter ab.

Natürlich vor allem dank der Leistung von Nathan aber auch mit den weiteren konkurrenzfähigen Ergebnissen erzielte somit auch das Herrenteam ein überragendes Ergebnis, denn es reichte für einen zehnten Platz im Tagesranking. Mit diesem historischen Spitzenergebnis schaffte unser Team den Sprung auf Platz 13 der 16 Teams der aktuellen Tabelle nach vier von fünf Rennen. Dennoch wird im letzten Rennen voller Einsatz gefragt sein, der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt nur 3 Zähler.

Hochzufrieden reiste das Team zurück nach Bonn, um sich der Vorbereitung auf das letzte große Rennen der Saison zu widmen: Dem Finale der Bundesliga am 09. September in Binz auf Rügen!

LR - Bilder: DTU/ JoKleindl Sports Photography & More

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