Masters 2015 – eine weitere Erfolgsgeschichte

von Christophe Macht (Triathlon)

In diesem Jahr hatten die Masters neben dem normalen Wahnsinn zwei besonders große Herausforderungen zu meistern: Zum einen gab es mit den Triathleten aus Paderborn einen Konkurrenten, der stärker war als alle, die wir vorher gesehen hatten und zum zweiten stand Hückeswagen auf dem Ligaprogramm. Eine Mitteldistanz, die es in sich hat.

Die Saison der Masters begann in Hagen und es waren klare Saisonziele definiert: Die Erste sollte ihren NRW-Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Die Zweite sollte in der Endabrechnung möglichst einen Podiumsplatz erreichen. Für die Dritte ging es darum, den im Vorjahr erreichten 10. Platz in einen einstelligen Bereich zu verbessern und das Ziel der Vierten war, neben dem Einsatz möglichst vieler Athleten, den 20. Platz aus  dem Vorjahr mindestens zu halten (von 28 Mannschaften).

Es lief super in Hagen: Die Erste dominierte das Rennen und gewann eindeutig. Die Plätze 4 und 6 für die Zweite und Dritte waren schon fast sensationell und auch Platz 18 der Vierten konnte sich sehen lassen. So fuhren wir also hochmotiviert nach Voerde. Leider war zu dem Zeitpunkt schon klar, dass unsere Topstarter Ralf Krumbe und Silvio Suderow die Triathlon-Saison aus gesundheitlichen Gründen bereits beenden mussten, aber wir haben ja „eine lange Bank“ und die Jungs gaben alles, um die Lücke, die die beiden Verletzten hinterließen, so gut wie möglich zu schließen. Der Ersten gelang das nicht ganz, aber Platz 4 war dennoch ein tolles Ergebnis. Sensationell schlug sich die Zweite, die punktgleich mit der Ersten Mannschaft ebenfalls auf Platz 4 landete. Platz 10 für unsere Dritte Mannschaft war absolut im Soll und die Vierte pirschte sich mit Platz 16 sogar an die erste Hälfte des Feldes heran. So waren wir „in der Spitze“ nicht ganz so erfolgreich, wie wir es gern gewesen wären, aber in der „Breite“ stärker denn je. Schon hier in Voerde zeigte sich die Klasse der Paderborner: Nach Platz 2 in Hagen stellten sie den eindeutigen Sieger und rutschten somit in die Favoritenrolle für die weitere Saison.

Natürlich ergaben wir uns aber nicht kampflos, sondern reisten nach Sassenberg wieder voller Optimismus und mit starken Truppen an. Wiederum ging jeder Einzelne an seine Leistungsgrenze, doch diesmal waren einige Konkurrenten besser. Platz 3 für die Erste Mannschaft war gut, aber Paderborn setzte sich dennoch durch einen weiteren Tagessieg in der Tabelle nach vorne ab. Platz 2 für uns nach drei Wettkämpfen blieb allerdings unangefochten. Die Zweite Mannschaft sicherte sich in der Tageswertung Platz 6 und blieb somit in der Tabelle auf Tuchfühlung zum dritten Platz. Gladbeck, Breitscheid und Lüdinghausen waren allerdings gleichauf oder nur einen Punkt dahinter, sodass es in Hückeswagen noch viel zu gewinnen oder verlieren gab. Mannschaft drei schaffte es in Sassenberg „nur“ auf einen 14. Platz und musste somit um eine Top-Ten Platzierung im Gesamtklassement bangen und die Vierte Mannschaft wurde leider nur 28. Allerdings waren gerade in Sassenberg in der Vierten unsere Alterspräsidenten am Start. Es war großartig zu sehen, wie sie sich einsetzten und kämpften und auch wenn nur der letzte Platz heraussprang, so waren doch alle zufrieden, dass sie in ihrem Alter noch so leistungsfähig sind.

Zum Schluss der Saison kam es dann zum Showdown auf der Mitteldistanz. Ein solches Rennen ist gerade zum Ende der Saison nicht ganz leicht nach Hause zu bringen, aber unsere Jungs packten noch einmal alles aus. Die Erste hatte in der Tabelle viel Luft nach unten und so war der 6. Platz in Hückeswagen kein Problem – Platz 2 in der Abschlusstabelle wurde souverän verteidigt. Eine außergewöhnlich gute Leistung zeigte die Zweite Mannschaft. Platz 4 in der Tageswertung vor allen anderen, die uns noch den dritten Gesamtplatz hätten wegnehmen können – das war optimal! Ebenso zeigte die Dritte noch einmal, was in ihr steckt: Platz 8 in der Tageswertung führte auch zum 8. Platz in der Abschlusstabelle. Und die Vierte lief auf Platz 20 ein, genau da, wo sie auch am Ende der Saison in der Tabelle steht.

Auch in Hückeswagen gewann Paderborn wieder die Tageswertung und wurde somit eindeutig und hochverdient NRW-Meister. Wir gratulieren herzlich!

Die 4 Masters-Mannschaften der SSF Bonn beendeten die Saison auf den Plätzen 2, 3, 8 und 20 und waren damit absolut zufrieden. Und nicht zuletzt haben wir sage und schreibe 28 Startern die Möglichkeit gegeben, am Ligageschehen teilzuhaben. Insofern haben wir ein tolles  Spitzenergebnis erzielt und eine Menge für den Breitensport getan.

Es war eine schöne Saison 2015 und wir freuen uns auf 2016

Joachim Welter

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