Langdistanz die Zweite - SSF Bonn Triathlon mit großen Aufgebot am Start

von Constanze Eick (Triathlon)

Rene Kamerseder, Steven Schilling, Silvio Suderow, Kirstin Vörkel,
Herwart Bardon, Stefan Reifenberg

Bei der diesjährigen Challenge im fränkischen Roth gingen etwa 20 Athleten des SSF Bonn Triathlon an den Start. Davon sieben über ihre erste Langdistanz (3,8/180/42,2km) und einige der Starter in Staffeln. Angefeuert wurden unsere Athleten unter anderem von Franzi und Christoph Klaren, Claudia Reifenberg, Georg Leben und Steffi und Gerry Steinberg.
Durch den nächtlichen Regen waren die Straßen am Wettkampfmorgen noch etwas nass, ansonsten herrschten aber nahezu perfekte Rennbedingungen: maximal 21 Grad und etwas auffrischender Wind.

Zunächst musste im Main-Donau-Kanal die 3,8km lange Schwimmstrecke absolviert werden. Als schnellster Athlet kam hier unser ehemaliger Bundesliga Athlet Alex Schmitz mit 51:36 aus dem Wasser. Fast gleich schnell, wie der spätere Gesamtsieger Andreas Dreitz! Die meisten anderen Einzelstarter kamen mit Schwimmzeiten zwischen 1:09 bis 1:18 aus dem Kanal. Schnellste Frau der SSFlerinnen war Gabi Sabatschus mit 1:11. Lediglich Christophe Macht musste im Wasser an der ersten Wende Prügel einstecken und kam etwas später mit blutender Nase aus dem Wasser. Nach einer kurzen Behandlung in der Wechselzone konnte er das Rennen aber fortsetzen. Kirstin Vörkel war zusammen mit Silvio Suderow als Schwimmerin in derselben Staffel unterwegs und absolvierte die Schwimmstrecke in 1:28.

Auf dem Rad mussten zwei Runden gefahren werden, bevor es von Eckersmühlen ein paar km in Richtung Roth zur zweiten Wechselzone ausgerollt werden konnte. Mit minimal über fünf Stunden absolvierten Alex Schmitz und Silvio als Staffelradfahrer die Radstrecke am schnellsten, wobei Silvio auf dem Zeitrad liegend vor allem gegen seine Rückenschmerzen ankämpfte, wie er uns später berichtete. Auf dem Rad hatten einige unserer Athleten mit verschiedenen Problemen zu kämpfen: Herwart Bardon musste wegen Magen- und Darmproblemen dreimal das Dixi aufsuchen. Steven Schilling hatte Knieschmerzen, einen Sturz, zwei Platten und konnte den Radpart nur dank eines neuen Mantels vom Radservice überhaupt beenden. Durch den Sturz, die zwei Platten und die Wartezeit auf den Bikeservice war die Hoffnung auf eine schnelle Radzeit dahin. Stefanie Hiersemann musste das Rennen nach dem Radfahren leider aufgeben.

Die meisten der schnellen Einzelstarter und Einzelstarterinnen absolvierten die Radstrecke in einer Zeit um die 5:30. Ebenso Martin Schefter, der mit seiner Firma, mit insgesamt drei Firmenstaffeln, in der Geschäftsführer-Staffel als Radfahrer teilnahm. Rene Kamerseder (5:24), Jens Brömmel (5:28) und Stefan Reifenberg (5:32) legten mit ihren top Radzeiten die Grundlage für eine sehr gute Gesamtzeit. Erwähnenswert ist vor allem Herwart, der mit seinem über 20 Jahre alten Aluminium-Rennrad ohne Hochprofilfelgen unterwegs war und mit 5:32 auch ohne Carbon-Schnickschnack super Rad fuhr. Silke Schneider war mit 5:48 unsere schnellste Frau auf der Radstrecke, gefolgt von Gabi (6:06).

Auf der Laufstrecke hatte Herwart wieder Magen- und Darmprobleme, so dass er der Zahl drei beim Triathlon treu blieb und erneut dreimal das Dixi aufsuchte. Trotz der erzwungenen Stopps lieferte er mit knapp unter 3:30 die beste Laufzeit ab, direkt gefolgt von Jens (3:35) und Alex (3:38). Schnellste Frau war wieder Silke mit einer Marathonzeit von 3:52 (Platz 77 der Frauen) und einer Gesamtzeit von 11:11 (Platz 100). Christophe verletzte sich beim Laufen an der Ferse und musste auf der Laufstrecke Tribut zollen. Martina Nellessen war mit ihrer „Race with Aloha“ Frauen-Staffel als Läuferin unterwegs. Auch sie hatte leider mit Magen- und Darmprobleme übe den gesamten Marathon zu kämpfen. Auch für Gabi lief es nicht rund, so dass sie sich nur noch ins Ziel schleppen konnte.

Alex als Rookie blieb mit 9:38 weit unter der 10h Marke. Unsere Langdistanzfrischlinge Rene (10:30) und Herwart (10:22) erreichten ein tolles Ergebnis für ihre erste Langdistanz, ebenso Stefan Reifenberg. Dieser hatte sich ohne Trainer und Wattmessung auf seine erste Langdistanz vorbereitet und musste im Vorfeld aufgrund einer Verletzung mit dem Training aussetzen. Er erreichte mit 11:30 ein absolut respektables Ergebnis. Knapp dahinter lief Holger Hennecke (11:44) ein, der dieses Jahr noch einen Start auf Hawaii vor sich hat.

Christophe als ältester unserer Starter (AK 60) und trotz der Blessuren beim Schwimmen und Laufen kam mit einer guten 12:41 ins Ziel.

Kampfgeist bewies an diesem Tag unser Steven, der nach dem ganzen Schlamassel auf der Radstrecke das Rennen letztlich beendete und dennoch noch deutlich vor dem Feuerwerk bei seiner ersten Langdistanz ins Ziel kam.


Bericht: Torge Szczepanek

Zurück