Die Finals - Berlin 2019

von Constanze Eick (Triathlon)

Mattia Weßling, Nick Emde, Simon Nolte, Philippe Hahn // Foto: Luis Hesemann

Am vergangenen Wochenende stand das letzte Rennen der 1. Triathlon Bundesliga Serie für unsere Athletinnen und Athleten an. Gleichzeitig wurden die deutschen Meisterschaften im Triathlon und in 10 weiteren Sportarten ausgetragen. All das passierte in einer professionellen Kulisse in und rund um das Olympiastadion sowie mit Live-Übertragung im ARD und ZDF. Alles in allem ein ganz besonderes Wochenende für alle.

Mit entsprechendem Rückenwind und einer starken Tabellenplatzierung wurden unsere Damen (am Start: Hannah Stegmaier, Lea Wevelsiep, Jara Brandenberg und Lena Kämmerer) schon als 4. Team auf den blauen Teppich gerufen, wo am Ufer des Wannsees bei bestem Wetter der Startschuss fallen sollte. Gleich die erste Disziplin war mit deutlich mehr Anstrengung als sonst verbunden: Die Athletinnen mussten direkt zu Beginn, aufgrund des seichten Wassers, sehr weit ins Wasser rein- und entsprechend wieder rauslaufen, um im Anschluss eine Treppe mit ca. 100 Stufen hoch zu sprinten, die zur Wechselzone führte. So ging es nach harten Platzkämpfen mit schon müden Armen und Beinen auf die 20km lange Radstrecke. Zu Beginn fanden sich hier aus Bonner Sicht Hannah und Lea in bester Position wieder und saßen in der zweiten Radgruppe. Diese wurde allerdings von einem heftigen Sturz zerrissen, der gleich zehn Athletinnen zu Fall brachte. Leider war auch Hannah verwickelt. Für sie war an dieser Stelle das Rennen beendet und den Bonnerinnen fehlte plötzlich ihre leistungsstärkste Athletin. Nun war es an Lea, Jara und Lena das Rennen, trotz ständiger Sorge um Hannah, sauber zu beenden. Vor allem die vielen Zuschauer auf dem Platz vor dem Olympiastadion sorgten dabei für eine ganz besondere Motivation und eine einzigartige Atmosphäre. Diese half den Athletinnen beim Radfahren und Laufen die letzten Reserven aus sich herauszuholen. So finishten unsere Mädels vor der einzigartigen Kulisse mit den Plätzen 21 (Lea), 43 (Jara) und 53 (Lena). Das bedeutete leider nur einen 12. Tagesplatz für das Team. Nichtsdestotrotz ergab sich ein toller 6. Gesamtplatz für die Bonnerinnen in der Endtabelle. Das ist, aufgrund der starken Saison aller Starterinnen, das beste Ergebnis jeher.
Hervorzurufen ist an dieser Stelle auch Hannahs 5. Gesamtplatz in der Einzelwertung der Triathlon Bundesliga, die sich aus den Ergebnissen 3er Rennen zusammensetzt.

Am nächsten Tag gingen für das SSF Bonn TEAM artegic bei den Herren Simon Nolte, Nick Emde, Mattia Weßling, Nick Sasse und Philippe Hahn an den Start, um ein weiteres Mal für den Klassenerhalt zu kämpfen.

Nach dem Schwimmen im Berliner Wannsee positionierten sich vier von den fünfen im großen Hauptfeld der 90-Mann starken Startergruppe, wobei Nick Sasse trotz starken Schwimmens (18. aus dem Wasser) die Spitzengruppe knapp verpasste. Auf dem Rad fuhren die Athleten daraufhin Richtung Olympiastadion, wo bereits eine riesige Zahl an Zuschauern begeistert auf sie warteten. Das Team musste jedoch trotz dieser guten Ausgangslage einen herben Rückschlag einstecken, als Nick S. auf der Radstrecke plötzlich einen schweren technischen Defekt erlitt und damit aufgeben musste. Nach einigen Runden auf dem Olympiaplatz ging es in die 2. Wechselzone und die verbliebenen Athleten nahmen die 5km lange Laufstrecke in Angriff. Dabei zeigte Nick E. von Beginn an seine Topform und repräsentierte die Bonner mit Bravour, indem er nicht nur Langdistanz-Weltmeister Patrick Lange übersprintete, sondern zudem einen unglaublich starken 25. Platz belegte. Auch Mattia und Simon konnten in dem konkurrenzstarken Athletenfeld ihre hervorragenden Lauffähigkeiten unter Beweis stellen und finishten mit Platz 36 und 48. Nur dem abgehängten Philippe war es nicht mehr möglich das Hauptfeld weder auf dem Rad noch in den Laufschuhen einzuholen, und kam als 76. ins Ziel. Das reichte aber im Gesamtergebnis dennoch für den sehr zufriedenstellenden 11. Platz. Damit kämpfte das TEAM artegic der Herren dieses Jahr wieder erfolgreich für den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga und belegte den 14. Platz in der Endtabelle.

An dieser Stelle ein großen Dank an das unermüdliche Engagement unseres Trainers Christoph Großkopf, ohne den solche Ergebnisse nicht möglich wären und auch an alle Sponsoren und Beteiligten, die die Bundesliga Saison mit gestaltet und organisiert haben, sodass wir Athleten die bestmöglichen Leistungen abrufen konnten.

Bericht: Jara Brandenberg und Philippe Hahn

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