Eindrücke von den ersten beiden Bundesliga Rennen

Athleten berichten: Teil 1

von Carsten Herboth (Triathlon)

Zusammenfassung der Athleten-Eindrücke:
Kraichgau:
Beim ersten 1.Triathlon Bundesliga Start der Herren in der Geschichte des SSF Bonn waren die Anspannung und Nervosität im Team zu spüren. Trotz reichlicher Wettkampferfahrung einiger Athleten auf nationaler und internationaler Ebene, war das Bundeligadebüt doch eine andere Hausnummer. Grund dafür war die aufgeladene Stimmung rund um den Wettkampf, die akribische Vorbereitung und nicht zuletzt das hochkarätige Starterfeld mit Olympiateilnehmern wie Steffen Justus und Sven Riederer. Bereits beim Einchecken in die Wechselzone wurde erstmals Augenkontakt mit Athleten aufgenommen, die den Bonnern nur aus dem Fernsehen bekannt waren. Relativ kalt lies dies den Ältesten im Team Nils Dehne, der, obwohl er die wenigste Triathlon-Wettkampferfahrung im Team hatte, vergeblich versuchte die Jungspunde zu beruhigen.
Direkt nach dem Start leistete sich Nils jedoch einen kleinen Patzer, der kurz nach dem Startschuss auf der Startmatte ausrutschte. Dennoch erreichte er wie Mattia und Oliver, der beim Schwimmen leider nicht in seinen Rhythmus fand, die zweite Radgruppe. Michael Schubert konnte seinen Schwimmrückstand auf diese Gruppe bereits auf den ersten Radkilometern aufholen. Während diese Gruppe durch einen Sturz aufgehalten wurde und dadurch wertvolle Sekunden auf die Führungsgruppe verlor, fand sich Luis Hesemann nach dem Schwimmen in der ersten Radgruppe wieder. Luis konnte seine Schwimmform aus dem Becken im Freiwasser umsetzen und stieg vor Steffen Justus und mit Sven Riederer aufs Rad. Beim Laufen waren die Bonner Jungs von den vielen Zuschauern an der Strecke begeistert, die in der 2. Bundesliga nicht anzutreffen sind. Nach einem soliden Lauf aller Teammitglieder erreichte das SSF Bonn Team artegic einen wertvollen 14. Platz und damit Nichtabstiegsplatz. Die Einzelplatzierungen an diesem Tag waren:
48. Luis Hesemann
61. Oliver Georges
63. Mattia Weßling
64. Michael Schubert
66. Nils Dehne
Fazit des ersten Rennens: Wenn beim Schwimmen der Anschluss an die vorderen Gruppen nicht verloren wird, was in keinerlei Weise unmöglich ist, ist der Klassenerhalt in diesem Jahr machbar.
Der glorreiche Ausrutscher von Nils und die ganze Zusammenfassung des Rennens kann hier angeschaut werden:
https://www.youtube.com/watch?v=GqlSzuGTLAE

Ingolstadt:
Mit leichten personellen Änderungen fuhr Christoph Grosskopf mit einem der jüngsten Teams der Liga zum zweiten Renner der 1. Triathlon Bundesliga nach Ingolstadt. Hier stiegen Caspar Halberstadt, Alex Schmitz und Felix Reifenberg in das Bundesligageschehen ein und feierten Ihr Debüt im höchsten deutschen Triathlonhaus. Auch die drei „neuen“ Jungs waren von der Atmosphäre der 1. Liga überwältigt. Vor allem das Startprozedere, bei dem alle Teams einzelnd aufgerufen und vorgestellt werden, verursachte bei den Meisten Gänsehaut-Stimmung und ließ die Aufregung nochmals aufkochen. Luis Hesemann erwischte einen sehr guten Start und konnte sich aus der „Schlägerei“ beim Schwimmen raushalten, anders als Caspar Halberstadt, der vor allem auf den Geradeaus Abschnitten beim Schwimmen wieder Plätze gutmachen konnte. Auf dem Rad fanden sich schließlich Oliver Georges, Caspar Halberstadt, Alex Schmitz und Luis Hesemann in der zweiten Radgruppe wieder, was eine optimale Ausgangsposition für den weiteren Rennverlauf darstellte. Debütant Felix Reifenberg war mit seiner Schwimmleistung nicht ganz zufrieden und stieg mit einer kleinen Verfolgergruppe aufs Rad. Auf dem Rad machte pushte er die Gruppe und erwischte einen sehr guten Tag auf dem Rad. Aufgrund mangelnder Mitarbeit der anderen Starter in der kleinen Gruppe konnte die Lücke zur vorderen größeren Radgruppe leider nicht geschlossen werden. Das kalte und nasse Wetter verlangte den Athleten auf dem Rad alles ab, sodass alle heilfroh waren, als sie unbeschadet, aber reichlich ausgekühlt die zweite Wechselzone erreichten. Caspar Halberstadt berichtete, dass ihm das Radfahren alles abverlangte, da man durch das schlechte Wetter jede Sekunde hellwach sein musste, um nicht in der Gruppe zu stürzen. Beim Laufen erwischten Luis Hesemann und Oliver Gorges einen guten Tag und rannten auf die Plätze 34. und 41. Während Caspar Halberstadt auf Platz 57. ins Ziel kam, hatte Alex Schmitz beim Laufen mit der Kälte und dem vorangegangenem harten Radfahren zu kämpfen und erreichte als 64. das Ziel. Ebenso wie Caspar Halberstadt musste Felix Reifenberg beim Laufen eine zehn sekündige Zeitstrafe absitzen, die beide beim zweiten Wechsel erhielten, da sie ihren Helm nicht ordnungsgemäß in die Box in der Wechselzone warfen.
Trotz deutlich besserer Schwimmperfomance des Teams und geringerer Platzziffern im Ziel, kam die Mannschaft erneut auf den 14. Platz. Mit diesem Wettkampf zeigte das Team, dass es immer besser mit den Bedingungen der 1. Triathlon Bundesliga zurechtkommt und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gegangen wurde. luis Hesemann

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